Stretching: richtig Stretchen und Dehnen

Stretching: richtig Stretchen und Dehnen

Wann Stretchen und Dehnen sinnvoll ist und wann nicht

Viele Sportler sind überzeugt davon, dass Dehnübungen unerlässlich sind. Doch dies ist nicht immer der Fall. Manchmal kann Dehnen und Stretchen sogar einen nachteiligen Effekt haben. Wir klären auf, wann und wie du dich dehnen solltest.

Zum Thema Stretching gibt es die unterschiedlichsten Ansichten, die sich teils deutlich gegenüber stehen. Die einen sagen, dass man sich vor dem Sport dehnen sollte, die anderen setzen Dehnübungen ans Ende des Sportprogramms. Einige glauben, dass sie nur so beweglich bleiben, andere wollen einen positiven Effekt auf Muskelgröße und sogar Muskelform beobachten. Mit Dehnübungen schließlich, so die allgemeine Meinung, könne man Verletzungen vorbeugen und Beschwerden lindern.

Dehnen ist sinnvoll bei Verspannungen und Verkürzungen

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse kommen zu zwei ganz klaren Aussagen: Leidet man unter Verspannungen oder Verkürzungen der Muskeln, ist Dehnen absolut sinnvoll und bringt Linderung. Gesunde Menschen, die Sport treiben, müssen jedoch nicht zusätzlich Dehnübungen machen, da bei einer abwechslungsreichen Betätigung alle Muskeln ausreichend bewegt und somit gedehnt werden. Auch die Beweglichkeit wird im Normalfall so ausreichend trainiert.

Da jedoch bei weitem nicht alle Menschen ausreichend Sport treiben – und dies abwechslungsreich – kommt es gerade in unserer heutigen Bürogesellschaft häufig zu verkürzten Muskeln oder Verspannungen oder fachlich ausgedrückt: zu Fehlhaltungen und muskulären Dysbalancen. Besonders betroffen sind heute Menschen von Verspannungen in der Nackenmuskulatur und im unteren Rücken. Auch Hüftbeuger sowie die untere Oberschenkel-Muskulatur sind häufig betroffen. Wer hier vorbeugen will, sollte sich tatsächlich passende Dehnübungen aussuchen. Und Sport hilft auch – grundsätzlich. Auch Kraftsport.

Dehnen: Vorteile und Nachteile je nach Sportart

Dann gibt es noch die Frage, ob man das Dehnen bzw. Stretchen statisch oder dynamisch ausführt. Bei ersterem wird die Dehnbewegung in eine wippende Bewegung am Endpunkt der Dehnung übergeleitet. Bei der statischen wird die Endposition eine Weile gehalten. Insbesondere Anfänger sollten statisch dehnen. Das Stretching sollte nie schmerzhaft, sondern als leichtes Ziehen erlebt werden. Dehnpositionen sollten maximal 20 Sekunden gehalten werden.

Sportexperten gehen seit längerer Zeit von aus, dass man sich nur bei besonderen Sportarten während des Aufwärmens stretchen muss, bspw. bei Sportarten wie Turnen, in denen die Muskulatur sehr flexibel reagieren muss. Anders sieht es bei Fußball oder Krafttraining aus. Hier kann das Dehnen die Muskelspannung abbauen und somit die sportliche Leistung senken.

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